Alpine Literatur

Alphonse Daudet / Tartarin in den Alpen - Die Besteigung der Jungfrau und andere Heldentaten

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Tartarin in den Alpen Die Besteigung der Jungfrau und andere Heldentaten

Tartarin in den Alpen

Die Besteigung der Jungfrau und andere Heldentaten

Alphonse Daudet / 208 Seiten, 27 Abb. einfarbig, 21,5x13,5cm, Leinen mit Schutzumschlag -Mit einer Einführung
von Daniel Anker / Auflage: 2011

Die alpinen Heldentaten des Tartarin von Tarascon

Eigentlich ein sympathischer Kerl, dieser Tartarin aus Tarascon, etwas ungehobelt  vielleicht, etwas grossmäulig, etwas schwergewichtig auch (kein Wunder mit  all der Bergsportausrüstung!). Aber im Grunde genommen ist er nur ein bisschen
vorsichtig und naiv, und Hauptziel seiner Reise in die Schweizer Alpen ist es sowieso, seinen von einem neidischen Konkurrenten beanspruchten Titel als P. C. A., als Präsident des Club Alpin von Tarascon, mit einer mutigen Besteigung der Jungfrau
oder des Mont Blanc zu verteidigen.Voilà! Das ist die Ausgangslage für einen humoristisch-authentischen Bergtourismusroman,
wie es vor «Tartarin sur les Alpes» keinen gegeben hat. Nicht einmal Mark Twains wunderbar bissiger Reisebericht «Bummel durch Europa» geht so hoch ins Hochgebirge wie Alphonse Daudet mit seinem Helden. Und was dieser da erlebt in der Guggihütte
an der Jungfrau und im Gletscherlabyrinth, ist so amüsant-herzhaft wie die Abenteuer mit der Hotelgesellschaft auf der Rigi, im Kerker von Schloss Chillon oder zuletzt in Chamonix. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte mit Sonja, einer russischen
Revolutionärin. «Tartarin in den Alpen» von Alphonse Daudet: ein geniales Zeitdokument, das uns bis heute zum Schmunzeln und Nachdenken bringt. Ein Roman über die Schweiz, über die Berge, über uns Menschen und Touristen, und darüber hinaus. «‹Tartarin, bist du so weit?› fragte streng die Jungfrau.» Sind wir es? Mais oui!

«Dort links sehen Sie das Finsteraarhorn, viertausendzweihundert Meter . . ., das Schreckhorn, das Wetterhorn, den Mönch, die Jungfrau, auf deren elegante Formen ich die jungen Damen aufmerksam mache . . .»